Eine tragfähige Sendungsakte macht die Fristberechnung nachvollziehbar. Ausgangspunkt sind Luftfrachtbrief, Buchungsbestätigung, Auftrag und Angaben zu Absender, Empfänger, Abgangs- und Bestimmungsort. Ergänzen Sie Packliste, Rechnungen oder Warenbeschreibungen, soweit sie die betroffenen Güter und Packstücke identifizieren.
Bei Beschädigung sind Fotos von Verpackung, Packstücken, Verschlüssen, Kennzeichnungen und Schadensstellen hilfreich. Halten Sie fest, wann die Sendung übernommen, geöffnet und geprüft wurde. Bewahren Sie Verpackung und beschädigte Teile auf, soweit das praktisch möglich ist. Bei Verspätung gehören Tracking, Abholfreigabe, Bereitstellungsnachricht und tatsächliche Übergabe in die Chronologie.
Für die Anzeige selbst sollten Sie Entwurf, endgültige Fassung, Anhänge, Empfänger, Versandzeitpunkt und Rückmeldung sichern. Ordnen Sie jede Nachricht der richtigen Sendung zu. Die Dateinamen dürfen technisch einheitlich sein, der Inhalt muss aber die konkrete Luftfracht und das konkrete Problem beschreiben. Wenn bereits der Beitrag zur Dokumentation einer Schadensnachricht genutzt wird, ist die dort beschriebene CMR-Abgrenzung für den Luftfrachtfall eigenständig zu prüfen.